Urkunde 1131

Im Namen der höchsten und heiligsten Dreifaltigkeit und derselben unteilbaren Einheit sei allen zukünftigen wie jetzigen Christusgläubigen bekannt, daß ich Wernhard mit meiner Gattin Duda und meinem Sohn Luibold und meinen übrigen Erben jenen Ort, der BRUCH genannt wird, und den ursprünglich Herr Johannes, Bischof von Speyer, und die Gräfin Adelheit, seine Blutsverwandte, und die anderen gleichberechtigten Erben Gott und dem Heiligen Michael in der Kirche von Bunenesheim auf Antrieb und Bitte Adelgers, des verehrungswürdigen Abtes dieses Ortes, übergeben haben, daß wir also zum Heil unserer Seele und dem unserer Vorgänger ebendiesen Ort gänzlich von Steuerbelastung und Rechtsansprüchen befreien, ebenso auch den Kirchenzehnten, der bis jetzt gewöhnlich der Kirchengemeinde zu Lochern gezahlt wurde, auf Grund unseres Gütertausches Werenher, dem Presbiter, und allen seinen Nachfolgern für immer erlassen; und dies bekräftigen wir in Gegenwart und unter Vollmacht Herrn Buggos, des ehrbaren Bischofs der Wormser Kirche und mit der Hand Heinrichs, des Notars dieses Ortes.

Außerdem haben wir, nachdem wir das Erbarmen und die Zustimmung des vorgenannten ehrwürdigen Bischofs erlangt hatten, für denselben Ort Freiheit und Freizügigkeit erlangt, auf daß die Mönche, die ebendort Gott dienen, die Möglichkeit haben, zu taufen, Kranke zu besuchen und Tote zu bestatten. Dies ist aber geschehen, unter der Androhung des Fluches Christi (bei Zuwiderhandlung) bekräftigt und vom vorgenannten ehrwürdigen Bischof zu Worms mit dem bischöflichen Siegel bestätigt worden auf seiner Synode am 7. Oktober im 1131. Jahr der Fleischwerdung des Herrn, in der 9. Indiktion. In Freuden getan. Amen.

Zeugen dieses Rechtsgeschäftes sind der Propst Heinrich, der Dekan Heinrich, der Propst von St. Paul, Gebhard, der Propst von St. Martin, Sigmund und Gumpert, der Propst von St. Andreas. Statthalter Nibelung, Graf Emicho, Steuerverwalter Heinrich, Heio Ruchstein, Gerlach, Wygnandus, Hehelo und alle, die auf der Synode anwesend waren.

Transkription von Johannes Staub,

Quelle: Seminar für lateinische Philologie des Mittelalters und der Neuzeit an der Universität Heidelberg sowie Quellensammlung der badischen Landesgeschichte, Karlsruhe