{"id":269,"date":"2012-03-17T23:03:45","date_gmt":"2012-03-17T21:03:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nobili.de\/wp1\/?page_id=269"},"modified":"2024-11-09T20:42:26","modified_gmt":"2024-11-09T18:42:26","slug":"flurnamen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.nobili.de\/wp1\/historie-von-st-ilgen\/flurnamen","title":{"rendered":"Flurnamen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Flurnamen als Quellen der Ortsgeschichte von St.Ilgen<\/strong><\/p>\n<p>ngg_shortcode_0_placeholderFlurnamen sind nicht beliebig gew\u00e4hlte Namen von Flurst\u00fccken, es sind Bezeichnungen, welche etwas \u00fcber deren Nutzung, \u00fcber Entstehung oder \u00fcber die Gel\u00e4ndebeschaffenheit aussagen. Da darunter auch sehr alte Namen zu finden sind, f\u00e4llt es schwer, deren Sinn zu deuten. Viele Bezeichnungen haben sich im Laufe der Jahrhunderte gewandelt. So soll dieser Beitrag mithelfen, Neuzugezogenen wie auch Einheimischen, die Bedeutung dieser Namen aufzuzeigen. Vielf\u00e4ltig finden wir diese Namen in den Stra\u00dfennamen festgehalten. Da\u00df dies so ist, ist erfreulich, da damit eine Quelle der Ortsgeschichte erhalten bleibt, aus welcher die alte Nutzung, die alte Oberfl\u00e4chenbeschaffenheit wie auch sonstige Hinweise der nun ver\u00e4nderten bebauten Gel\u00e4nde ersichtlich wird.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kann diese Darstellung keine Vollst\u00e4ndigkeit beanspruchen, da mangels ausreichender Quellen die Grundlagen fehlen.<\/p>\n<p>Zur Erl\u00e4uterung der Zusammenstellung sei gesagt, da\u00df der erste Name die heutige amtliche Bezeichnung bedeutet. Dahinter stehen weitere Untergruppen und die Jahreszahl der Nennung. Den Schlu\u00df der Kopfzeile bildet die Stra\u00dfenbezeichnung, in welcher der Flurname festgelegt ist. Darunter folgen hinweise zur Lage und die Deutung des Namens sowie sonstige auf das Flurst\u00fcck sich beziehende Hinweise.<\/p>\n<p>In Stra\u00dfennamen Festgehaltene Flurnamen:<\/p>\n<p>1. Allmende -1732 &#8211; Allmendstra\u00dfe<br \/>\nDie St. Ilgener Allmende wird 1732 als &#8222;allmend gelegen an der bach und den Wallacker&#8220; bezeichnet. Heute steht auf diesem ehemaligen Gemeingut die evangelischen Kirche und eine Siedlung mit 23 Wohnh\u00e4usern. Allmende bedeute Allgemeinbesitz der Dorfbewohner, also allen geh\u00f6rend.<\/p>\n<p>2. AM M\u00dcHLWEG &#8211; 1474 &#8211; Am M\u00fchlweg<br \/>\nAn der Stra\u00dfe nach Nu\u00dfloch im Bereich der s\u00fcdlichen Bahn\u00fcberf\u00fchrung, gr\u00f6\u00dftenteils durch den Stra\u00dfendamm \u00fcbersch\u00fcttet. Der Name deutet darauf hin, da\u00df hier der Weg zur M\u00fchle (Bannm\u00fchle auf .Nu\u00dflocher Gemarkung) f\u00fchrte. Die M\u00fchle stand am Leimbach am heutigenOrtseingang von Nu\u00dfloch.<\/p>\n<p>3. DORFWIESE- In der Dorfwiese<br \/>\nWiesen am Rande des alten Dorfbereiches gelegen.<\/p>\n<p>4. ETZWIESE &#8211; 1384 &#8211; In der Etzwiese<br \/>\nWiesen entlang der Leimbach im Bereich der Sandh\u00e4user Gemarkung. Weidewiese; von atzen, \u00e4tzen, etzen, also \u00e4\u00dfen ableitend.<\/p>\n<p>5. FASANERIE &#8211; 1591 &#8211; Fasaneriestra\u00dfe<br \/>\nSiehe hierzu den Abschnitt &#8222;Aus der Geschichte unserer Gemeinde&#8220;.<\/p>\n<p>6. GERBERSWIESE &#8211; In der Gerberswiese<br \/>\nIm Industriegebiet nahe der Stra\u00dfe nach Nu\u00dfloch. Name auf die Gerber zur\u00fcckf\u00fchrend, welche ihre Gerbergrube &#8211; Lohgrube- hier hatten. Die genaue Lage lie\u00dfe sich an verf\u00e4rbten Bodenfl\u00e4chen feststellen. St. Ilgen hatte um 1900 15 Gerber, welche in der Glace-Lederfabrik ihr Brot verdienten.<\/p>\n<p>7. HEIDELSLACH &#8211; 1474 &#8211; In der Heidelslach (Industriegebiet)<br \/>\nDer Name l\u00e4\u00dft sich vom mittelalterlichen Hedelslache ableiten und auf eine seichte, oft Wasser enthaltende Stelle bei den H\u00fcgelgr\u00e4bern oder sonstigen Bestattungsstellen, hinweisen. Da dieser Gemarkungsteil an den Bereich der D\u00fcnen des Andbuckels entlang der Bahnlinie angrenzt, wo selbst fr\u00fchgeschichtliche Siedlungsfunde gemacht wurden, kann der Name auf diese Siedlung Bezug haben (siehe auch Unterm Sand).<\/p>\n<p>8. HESSEL, WAID HESSEL &#8211; 1445 He\u00dflich -Waid-Hessel-Stra\u00dfe<br \/>\nEntlang der Bahn im Bereich der Bahn\u00fcberf\u00fchrung an der Stra\u00dfe nach Nu\u00dfloch. Wohl aus dem mhd. Haselstrauch, Haselstaude oder Hecke ableitend (\u00d6d.land). In diesem Bereich machte man r\u00f6merzeitliche Gr\u00e4berfunde.Waid-Hessel nimmt hierbei Bezug auf die Weide bei den Haselb\u00fcschen \u00ad<\/p>\n<p>9. HOHE RODT &#8211; 1474 &#8211; Hohe Rodt<br \/>\nIm Bereich des Nu\u00dflocher Baggersees. Rodt ist aus Rodung von Wald (auch Weidewald) oder mit B\u00fcschen verwachsenen Heideland (\u00d6dland) abzuleiten. Bei der Hohen Rodt handelt es sich um den oberen, den h\u00f6her gelegenen Teil im Gegensatz zu fr\u00fcher genannten Bezeichnungen &#8222;mittlere und hintere Rodt&#8220;. In diesem Bereich wurden r\u00f6merzeitliche Siedlungsfunde gemacht, von einer Siedlung, welche wohl beim Alemanneneinfall zerst\u00f6rt und daraufhin gemieden wurde und mit der Zeit \u00fcberwucherte.<\/p>\n<p>10. KEITGASS &#8211; 1474 &#8211; In der Keitga\u00df<br \/>\nIm Ortsbereich nahe der Hohen Rodt liegend. Der Name deutet auf Krautg\u00e4rten hin.<\/p>\n<p>11. LICHTENAU &#8211; 1223 &#8211; In der Lichtenau<br \/>\nDiese von Wassergr\u00e4ben umzogene Wiesen waren wohl fr\u00fcher in den Besitz der Herren von Lichtenau einbezogen. Die Herren &#8222;von Lichtenowe&#8220;, welche zwischen 1223 und 1289 als Gemeine, Edelleute, Ritter und Kriegsleute genannt werden, hatten eine kleine, von Wassergr\u00e4ben umzogene Burg auf der Nu\u00dflocher Gemarkung. Am 6. Mai 1259 verkauften sie ihre Burg, wahrscheinlich aus Not, an den Pfalzgrafen Ludwig 11. Von da an h\u00f6rt man nichts mehr von den Herren von Lichtenau. Die Burg wird 1289 als zerst\u00f6rt genannt. In den letzten Jahren wurde der H\u00fcgel abgetragen und Kies gebaggert, weshalb hier heute ein kleiner Baggersee die Burgstelle markiert.<\/p>\n<p>12. PROBSTERWALD, UNTERM PROBSTERWALD &#8211; 1525 &#8211; Im Probsterwald<br \/>\nDas Probsterwaldgebiet umfa\u00dft das gro\u00dfe Wiesengel\u00e4nde beiderseits der Bahnlinie zwischen den Gemarkungen Sandhausen und Leimen im Nordteil der Gemarkung. Wie der Name sagt, war dies ein der Probstei (Kloster St. Agidius) geh\u00f6rendes Waldst\u00fcck, das sich \u00fcber die Gemarkungen Nu\u00dfloch, Leimen, Rohrbach, Kirchheim, Sandhausen und St. Ilgen erstreckte und einen Umfang von 363 Morgen (alte Morgen) hatte. Um 1015 finden wir den Wald als &#8222;Silva palustris&#8220; sumpfigen Wald genannt. Der Wald kam 1100 durch Schenkung von Bischof Johannes von Speyer an das Benediktinerkloster Sinsheim. Um 1476 wird der Wald auch als &#8222;St. Aegidi-Wald&#8220; bezeichnet. Mit dem Jahre 1525, hier im Besitz des Kurf\u00fcrsten von der Pfalz, beginnt die Rodung des Waldes. Anfang des 18. Jahrhunderts waren noch Eichb\u00e4ume auf den Wiesen gestanden und wurden Baumwurzeln ausgegraben.<\/p>\n<p>13. SCHUSSGARTEN &#8211; 1474 &#8211; Schu\u00dfbrett , Im Schu\u00dfgarten<br \/>\nZwischen der kath. Kirche und dem Leimbach gelegen, deutet der Name auf ein Wasserstau hin. Hier wurde der Leimbach angestaut und in die anliegenden G\u00e4rten und Wiesen geleitet. Heute sind noch teilweise Ableitungsgr\u00e4ben sichtbar.<\/p>\n<p>14. SETTEL , ZETTEL &#8211; 1475 &#8211; Im Settel<br \/>\nOrtsbereich entlang der Bahn zwischen den beiden Bahn\u00fcberf\u00fchrungen. Der Name weist auf ein eingez\u00e4untes St\u00fcck Land (G\u00e4rten) hin, wie man dies fr\u00fcher am Ortsrande findet.<\/p>\n<p>15. UNTERM SAND &#8211; Unterm Sand<br \/>\nBereich an der Bahn, oberhalb (s\u00fcdlich) der Bahn\u00fcberf\u00fchrung. Es ist dies ein an den Sandbuckel (D\u00fcne) angrenzendes Ackergel\u00e4nde, heute zwischen Bahn und D\u00fcne \u00fcberbaut.. Hier wurden in den letzten 25 Jahren mehrfach fr\u00fchgeschichtliche Siedlungsfunde gemacht. Diese entstammen der Jungsteinzeit bis etwa um 2100 vor der Zeitrechnung, der Bronzezeit zwischen 2100 und 1500 vor d.Z. und der Latenezeit von 550 vor d.Z. bis 100 nach Chr. Geburt.<\/p>\n<p>16. WALL\u00c4CKER, B\u00d6SE WALL\u00c4CKER &#8211; 1474 &#8211; Wall\u00e4ckerweg<br \/>\nDer Name nimmt Bezug auf die nahe dem Probsterwald gelegenen Acker, welche richtiger Wald\u00e4cker hei\u00dfen sollten. Das &#8222;d&#8220; ist hier im Lauf der Jahrzehnte durch die mundartliche Aussprache verloren gegangen.<\/p>\n<p>Weitere, heute noch gebr\u00e4uchliche Flurnamen:<\/p>\n<p>1. BOCKS\u00c4CKER<br \/>\nVom Bockshalter genutzte \u00c4cker s\u00fcdlich der Stra\u00dfe nach Nu\u00dfloch.<\/p>\n<p>2. BRUCH , KLEINES BRUCH &#8211; 1131 &#8211;<br \/>\nSumpfiges Gel\u00e4nde entlang der Sandh\u00e4user Gemarkung und im Anschlu\u00df an den Probsterwald im Norden der Gemarkung. Man vermutet, da\u00df hier die alte Siedlung entstand, &#8222;1131 locus, quidicitur Bruch&#8220;, sp\u00e4ter um 1609 ist von &#8222;St. Gilgen im Bruch&#8220; die Rede. Es mag daher die Bezeichnung als allgemein gegolten haben f\u00fcr das von Wasser und Sumpf durchzogene Gel\u00e4nde zwischen Sandhausen und Leimen, das in der geologischen Karte als Talaue und Grundwasserstaugebiet der Gebirgsrandsenke ausgewiesen ist.<\/p>\n<p>3. BRUCHWIESE &#8211; 1474<br \/>\nSumpfwiese, vom mhd. Bruoch = Sumpf ableitend. Wiesen zwischen der Bahnlinie und der Nu\u00dflocher Gemarkung, im S\u00fcden bis an die Walldorfer Gemarkung grenzend.<\/p>\n<p>4. ERLENW\u00c4LDEL<br \/>\nDer Name des Waldst\u00fcckes, das sich an die Ostseite des Probsterwaldes anschlo\u00df, deutet darauf hin, da\u00df hier Erlen standen, vielleicht weil hier eine besonders sumpfige Stelle war. Die Erlen aus der Gattung der Birkengew\u00e4chse gedeihen besonders gut auf sumpfigen B\u00f6den.<\/p>\n<p>5. FASANENW\u00c4LDCHEN<br \/>\nIm Nordteil der Gemarkung liegendes Flurst\u00fcck, welches im Zusammenhang mit der kurpf\u00e4lzischen Fasanerie genutzt wurde.<\/p>\n<p>6. HINTERM KLOSTER -1474<br \/>\nNordteil des zwischen der Leimbach und den Hochspannungsleitungen liegenden Gemarkungsteiles, welcher vom Dorf aus gesehen hinter dem Kloster lag.<\/p>\n<p>7. KAUTZENLOCH &#8211; 1384<br \/>\nHier steht die Endung Loch gleichbedeutend auch f\u00fcr Wald. Demnach ein Waldst\u00fcck, in welchem sich die Waldkeutze gerne aufhielten, im Nordteil der Gemarkung gegen Leimener Gemarkung grenzend. Auch das anschlie\u00dfende Leimener Flurst\u00fcck tr\u00e4gt den Namen Kautzenloch.<\/p>\n<p>8. KLEE\u00c4CKER<br \/>\n\u00c4cker s\u00fcdlich der Stra\u00dfe nach Nu\u00dfloch, heute Industriegebiet, dessen Name aus deren Nutzung entstand.<\/p>\n<p>9. KLOSTER\u00c4CKER<br \/>\n\u00c4cker nahe dem Kloster, heute Sporthalle und Kinderspielplatz.<\/p>\n<p>10. LACHWIESE<br \/>\nIm mittleren Ortsbereich entlang der Leimbach liegend, deutet der Name auf eine seichte, sumpfige Stelle hin. Lache = Sumpf.<\/p>\n<p>11. LANGWIESE &#8211; 1475 &#8211;<br \/>\nIm Ortsbereich, der Leimbach entlang ziehende Wiesen.<\/p>\n<p>12. SANDBUCKEL, um 1474 auch Heidelshurst genannt<br \/>\nDer Name bezieht sich auf die D\u00fcne, welche entlang der Bahnlinie von der Bahn\u00fcberf\u00fchrung nach S\u00fcden zieht und heute mit Wald \u00fcberdeckt ist. An der S\u00fcdspitze befindet sich eine von der Gemeinde genutzte Sandgrube. Um 1780 und 1828 finden wir auch Randst\u00fccke als Weinberg angelegt. Die D\u00fcnen bestehen aus Ablagerungen von feinen, aus den Rheinkiesen durch m\u00e4chtige Westwinde ausgewehten Quarzk\u00f6rnchen, welche als Flugsand nach Osten getragen wurden. Dieser Vorgang geschah in der Hauptsache zur Zeit eines diluvialen, trockenen Steppenklimas innerhalb des vor ca. 10 000 Jahren w\u00e4hrenden Wechselklimas (Eiszeitalter). Durch den Wind blieben die D\u00fcnen jedoch st\u00e4ndig in Bewegung und kamen erst durch die fortschreitende Bepflanzung vor ca. 1.000 Jahren zum Stehen. Hier in St. Ilgen haben sich die D\u00fcnen am weitesten nach Osten vorgetragen. Die gestaltende Kraft des Windes, meist Westwind, l\u00e4\u00dft sich an den D\u00fcnen gut erkennen, die Westseite ist flach geneigt, die Ostseite dagegen steil abfallend. Durch die Bewaldung ist auf dem Sandbuckel eine gro\u00dfe Anzahl botanischer Rarit\u00e4ten verschwunden welche jedoch auf dem Sandhausener Naturschutzgebiet noch zu finden sind.<\/p>\n<p>13. SCHNALL<br \/>\nBereich zwischen Leimener Stra\u00dfe und Leimbach an der Ortseinfahrt. Der Name deutet auf Mohn\u00e4cker hin. Es k\u00f6nnte hier jedoch auch ein Zusammenhang mit der W\u00e4sserung (siehe Schu\u00dfgarten) bestehen. So w\u00e4re Schnall aus Schnelle = abfallendes Wasser abzuleiten.<\/p>\n<p>14. SCHREIBER<br \/>\nFlurst\u00fcck im Ortsbereich, welches sich auf ein eingefriedetes St\u00fcck Land nahe am Ort gelegen bezieht.<\/p>\n<p>15. SEE<br \/>\nS\u00fcdspitze der Gemarkung. Eine seichte Stelle, wo selbst fr\u00fcher ein See war, welcher durch den Bahnbau verschwand.<\/p>\n<p>16. SPECK, UNTER &#8211; OBERSPECK &#8211; 1474 &#8211;<br \/>\nNordspitze der Gemarkung. Deutet auf ein Rutengeflechtdamm hin, zur Abd\u00e4mmung des Wassers vom Landgraben (von Leimen kommend) bzw. der Leimbach, welche in der N\u00e4he zusammenflossen und bei starken Regenf\u00e4llen zu \u00dcberschwemmungen f\u00fchrten.<\/p>\n<p>17. STERNWIES<br \/>\nSehr wahrscheinlich aus der Form oder aus einem Personennamen entstandene Bezeichnung.<\/p>\n<p>18. STRANG &#8211; 1695 Herrenstrang &#8211;<br \/>\nStrang = Schmal, also langes schmales Grundst\u00fcck entlang der Gemarkungsgrenze gegen Leimen im Nordteil der Gemarkung.<\/p>\n<p>19. Schmalzgrube &#8211; 1474 &#8211;<br \/>\nSchmalz bedeutet gutes, bestes Ackerland. Der Name d\u00fcrfte aus dem um 1470 genannten Schmalzgarten und einer daselbst genannten &#8222;Kalchgrube&#8220; = Kalkbrenngrube, zu Schmalzgrube geworden sein. Neubaugebiet n\u00f6rdlich der Stra\u00dfe nach Nu\u00dfloch.<\/p>\n<p>20. ZUCKMANTELSWIESE &#8211; 1474<br \/>\nGrenzt an Walld\u00f6rfer Gemarkung, Hinweis auf Jagdgehege mit Durchl\u00e4ssen oder Falltoren.<br \/>\nflurplan_gross.jpg<\/p>\n<p>Quelle: Heimatgeschichtliche Ausstellung &#8211; Aus der Vergangenheit von St.Ilgen &#8211; 9\/10 September 1978 Gemeindeverwaltung Leimen<\/p>\n<p>Literatur: Gemeindeakten, Gemarkungsplan, Beitrag von Rektor Etzler in den Gemeindenachrichten 42\/1971, Haller, Beitr\u00e4ge zur Geschichte von St. Ilgen, Mannheimer Geschichtsblatt IX\/1908, Fundberichte aus Baden, Festbuch, 700 Jahre Sandhausen, Abschnitt D\u00fcnen, Buck, Oberdeutsches Flurnamenbuch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Flurnamen als Quellen der Ortsgeschichte von St.Ilgen Flurnamen sind nicht beliebig gew\u00e4hlte Namen von Flurst\u00fccken, es sind Bezeichnungen, welche etwas \u00fcber deren Nutzung, \u00fcber Entstehung oder \u00fcber die Gel\u00e4ndebeschaffenheit aussagen. 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